Scheurebe

Stand 2008: 14,28 ha = 3,19 % Ertragsrebfläche (von 447 ha)

Scheurebe auch Scheu-Riesling oder Sämling 88 genannt. Nach dem Müller-Thurgau ist die Scheurebe die zweite Neuzüchtung, die sich erfolgreich durchsetzen konnte und sie zählt heute zum Standard bei deutschen Weinen.

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Die Rebe wurde 1916 in Alzey (Rheinhessen) von Herrn Georg Scheu (1897-1949) aus den Reben Silvaner (Mutter) und Riesling (Vater) gezüchtet und ist seit 1956 in Dtl. zugelassen. Georg Scheu erhielt eine gärtnerische Ausbildung in Hannover, war als Gartenbau-Techniker in München und Schierstein tätig und absolvierte eine Ausbildung an der Lehr- und Forschungsanstalt in Geisenheim und am Kaiser-Wilhelm-Institut in Bromberg. Ab dem Jahre 1909 war er als Kreisberater für Wein- und Obstbau an der Landesanstalt für Rebenzüchtung in Alzey im Anbaugebiet Rheinhessen tätig.

Die spät reifende, ertragreiche Rebe wird vorwiegend für höhere Prädikatsweine wie Beerenauslese und Trockenbeerenauslese herangezogen. Nur aus voll ausgereiften Trauben gewinnt man einen schmackhaften körperreichen würzigen Wein, der sich durch eine rieslingshafte Säure auszeichnet. Der Wein besitzt ein volles Bukett mit einer rassigen Säure und einem typischen Charakter, der an schwarze Johannisbeeren erinnert. Unreife Weine sind aufdringlich und schmecken nach grünem Gras. Auslesen stellen eine besondere Spezialität dar. Die Weine behalten relativ lange auf der Flasche ihre Frische und sind daher gut lagerfähig, in Sachsen je nach Ausbaustufe 4 bis 6 Jahre. Die Scheurebe ist ein guter Aperitif oder ein Begleiter von Desserts. Sie harmoniert auch sehr gut zu würzigen Ragouts und asiatischen Speisen.

 

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