Bacchus

Stand 2008: 7,88 ha = 1,76 % Ertragsrebfläche (von 447 ha)

Der Bacchus auch Frühe Scheurebe genannt. Die Rebe wurde aus (Silvaner x Riesling) x Müller-Thurgau 1933 durch Peter Morio (1887-1960) am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof in Siebeldingen- Pfalz gezüchtet und ist seit 1960 in Dtl. zugelassen.

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Peter Morio studierte Landwirtschaft an der Technischen Hochschule in München. Von 1921 bis 1948 war er Assessor an der Lehr- und Forschungs-Anstalt Neustadt an der Weinstraße (Pfalz). Im Jahre 1926 gründete er die Außenstelle Rebenzüchtung der Bayerischen Landesanstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau in Würzburg auf dem Geilweilerhof. Er kreierte die Neuzüchtungen Bacchus, Domina, Morio-Muskat und Optima.

Der Name Bacchus ist die römische Bezeichnung für den griechischen Weingott Dionysos. Der zart würzige Wein zeichnet sich durch ein intensives, blumiges und arteigenes Bukett aus, das leicht an schwarze Johannisbeere erinnert. Reife Weine sind extraktreich und fruchtig und haben mit entsprechender Säure etwas Rieslingsart. Unreife Trauben ergeben Weine mit einer rauen eckigen Art mit grüner Säure und sind nicht zu empfehlen.

Der Bacchus übertrifft in der Intensität seines Geruchs und Geschmacks die meisten der in Sachsen angebauten Rebsorten. Getrunken wird der Bacchus zu Hausgeflügel oder Kräuterfisch. Die Sorte liefert relativ hohe Erträge bei vergleichsweise hohen Mostgewichten. Bacchus-Reben findet man vor allem in Deutschland in Rheinhessen, der Pfalz, Franken und an der Nahe. Das Aroma der Weine erinnert an Orangen, schwarze Johannisbeeren, manchmal auch an Kümmel oder Muskat. Im Körper sind sie in der Regel leicht bis mittelkräftig.

 

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